Drei Formen Fibromyalgie Syndrom

Drei Formen Fibromyalgie

Nach jahrelanger Erfahrung mit der Behandlung von Fibromyalgie, hat sich für PTT folgende Einsicht ergeben:

Fibromyalgie ist eine negative Totalposition auf hormonalem, vegetativem, psycho-emotionalem, existentiellem und immunologischem Gebiet mit spezifischen Symptomen und Funktionsstörungen. Es ist somit keine Krankheit, sondern ein Zustand.

Ursache: Durch langanhaltenden Stress in Kombination mit spezifischer Durchströmungs-verminderung in den Blutgefäßen der Nackenwirbelsäule entstehen anhaltende Gefäßverkrampfungen im ganzen Körper. Hierdurch nimmt die Durchblutung im Kopf und dadurch auch im Körper ab. Wenn diese Verkrampfungen länger anhalten, entsteht eine neuro-vegetative Dysbalance: Sympathikus-Dominanz (Dr. E.N. Griep, 2000). Diese reagiert nicht auf Symptombehandlung.

 Man kann das Fibromyalgie Syndrom (FMS) in drei Hauptkategorien einteilen:

1.       Funktionelle Fibromyalgie: ohne im Körper messbare Folgen. Diese Form kommt am häufigsten vor und ist in ein paar Wochen/Monaten heilbar.

2.       FMS mit messbaren körperlichen Folgen wie Neuronen Schädigung nach jahrelangem Durchblutungsdefizit im Gewebe. Hierbei kann FMS in absehbarer Zeit heilen, aber die physischen Folgen können oft nicht geheilt werden. Wohl sind die Beschwerden mit PTT besser zu ertragen.

3.       FMS mit und ohne messbare Folgen, aber in einem extremen Zustand vegetativer Sympathikus-Dominanz, meistens entstanden nach langanhaltender vergeblicher Symptom-behandlung. Hier ist ein Endstadium erreicht: es ist unmöglich innerhalb des neurovegetativen Systems noch mehr Schmerzen in allen Muskeln, Faszien und der Haut zu produzieren. Dieser Zustand tritt auf mit viel Ohnmacht und extremen Schmerzen und ist sehr schwer zu behandeln. Um aus dieser Position zu heilen, reichen PTT und Epiphora Atemtechnik allein nicht aus. Dafür ist die Situation unter anderem zu traumatisch. Während eines klinischen Aufenthaltes müsste man mit PTT und hierbei der Epiphora Atemtechnik, die Schmerzmittel abbauen in Kombination mit Faszienmassagen, warmen Bädern, Osteopathie, Psychotherapie und vorsichtigem Rehabilitationstraining. Hiermit möchten wir die zentrale und lokale Durchblutung wieder in Gang bringen. Wir haben in unserer Praxis Personen gesehen, die (unserer Ansicht nach) diesen extrem schmerzhaften Ohnmachtszustand ohne (leichte) Narkose wahrscheinlich nicht mehr lösen können. Für diese letztgenannte Lösung sind noch keine Erfahrungen bekannt, außer eventuell als unbeabsichtigte Nebenwirkung bei den Operationen des Chirurgen Prof. Bauer in der Schweiz.

Bei allen drei Formen ist es nötig, erst die Ursachen zu lösen und anschließend den totalen Heilungsprozess zu stimulieren. PTT mit der Epiphora Atemtechnik kann die Ursachen lösen. Erst wenn die zu Grunde liegende Ursache aus der Welt geschafft ist, kann der Heilungsprozess beginnen. Hierbei muss oft ausgehend von einer trägen Bio-Logistik (H.A.G. Timmerman 2016) in jedem Teil des Körpers erst wieder eine gute Ab- und Zufuhr von Sauerstoff, Nahrung und Abfallstoffen in Gang kommen. Logischerweise sieht man hierbei häufig anfänglich eine Zunahme der Schmerzbeschwerden, ähnlich dem Schmerz beim Auftauen unterkühlter Körperteile. Viele Menschen mit der Diagnose Fibromyalgie wollen wohl weniger Schmerzen, aber nicht zuerst mehr Schmerzen. In dieser Phase der Therapie verlieren dann auch viele den Glauben an ein gutes Ergebnis dieser Methode….

In der täglichen Praxis fällt uns auf, dass die Wiederherstellungskraft unseres Körpers wirklich phänomenal ist, wenn sie die Gelegenheit bekommt. PTT mit Epiphora Atemtechnik entfernt die Ursachen von Fibromyalgie und anschließend heilt der Körper sich selbst, wenn er die Gelegenheit und das Vertrauen bekommt. Wenn die Entscheidung heilen zu wollen getroffen ist, kommt meistens ein Moment, in dem die Aussicht auf Heilung zur Überzeugung wird, wodurch natürlich auch das Vertrauen deutlich zunimmt. Bis zu diesem Zeitpunkt heißt es aber: Sich selbst in täglicher Disziplin geben, geben, geben. Auch wenn es mal nicht so geht, wie man möchte: zusammen mit dem PTT-Therapeuten geht man auf die Suche nach den Ursachen, um anschließend eventuell eine andere Therapie einzusetzen, wenn deutlich wird, „wo der Baum im Weg liegt“.

Wissenschaftliche Untersuchungen haben bewiesen, dass bei täglichem Einsatz von Yoga Bewegungs-, Haltungs- und Atemtechniken innerhalb von 12 Wochen eine messbare Verbesserung der Durchblutung im Neo-Cortex auftritt. (https://www.scientias.nl/waarom-hersenen-yoga-houden)

PTT ist hierfür ein praktischer Beweis. Wenn sich durch PTT die Durchblutung des Gehirns wieder normalisiert (wenn zum Beispiel der „berühmte“ Fibronebel bei Anwendung von PTT verschwindet), nimmt die Sympathikus Dominanz ab und erlangt unser Körper die Kraft zur Wiederherstellung zurück. Wenn wir die Durchblutung im Kopf nicht positiv beeinflussen, sehen wir immer wieder, dass Heilung von vielen Erkrankungen und Syndromen ausbleibt. So auch bei FMS.

FMS tritt oft in Kombination mit Arthrose, Autoimmunerkrankungen, psychischen Erkrankungen und Nahrungsmittelallergien auf. Was wir sehen ist, dass diese Erkrankungen sich gegenseitig beeinflussen, was man mit dem Wort „Ganzheitlichkeit“ erfassen kann. So sehen wir zum Beispiel, dass Menschen mit Sjögren Syndrom sehr gut auf PTT reagieren. Dieses Syndrom scheint also eine Erkrankung zu sein, die stark an das vegetative System gekoppelt ist. Viele Menschen, die Sympathikus-dominant sind, leiden unter trockenen Augen und trockenem Mund. Dies kann eskalieren in eine vom Rheumatologen messbare Erkrankung, die Sjögren Syndrom heißt. Eine der phänomenalen Essenzen der Epiphora Atemtechnik ist, dass bei richtiger Anwendung ein Tränenfluss in Gang kommt. Und damit schließt sich der Kreis…

Hiermit öffnet sich eine neue Möglichkeit der Behandlung vieler Formen von Dysbalance auf verschiedenen Gebieten, wie in der Rheumatologie, Psychologie, der Inneren Medizin, im Schulunterricht, Sport und in der Präventivmedizin.

Was Reizdarmproblematik betrifft, ist es für uns völlig deutlich: Reizdarm besteht bei Nahrungsmittelallergien, Stress oder bei abgenommener Durchströmung der Nackenarterien. Meistens treten diese in Kombination auf.

Der große Unterschied zwischen chronischem Erschöpfungssyndrom (Chronic Fatigue Syndrome, CFS) und FMS liegt vor allem in der Ursache. Beim CFS ist ein psychisch-emotionales Problem meistens die basale Ursache der Sympathikus-Dominanz, mit Müdigkeit als vorherrschendem Phänomen. Bei FMS ist in 95 % der Fälle ein Durchströmungsproblem der Nackenarterien die größte Ursache mit meistens viel Schmerzen und Versauerung im Körper als spezifischem Symptom. Meistens liegen CFS und FMS in Kombination vor. In vielen Fällen ist es ratsam, beide Ursachen gleichzeitig zu behandeln, wenn man wirklich gesundwerden will.

Noch ein Phänomen fällt in der täglichen Praxis auf: es gibt eine logische Verbindung zwischen dem Hypermobilitätssyndrom HMS , Frausein (80% der Menschen mit HMS ist Frau mit zusätzlichen monatlichen hormonalen Schwankungen), FMS und Reizdarm! Hierbei ist zusätzlich ein durchgemachtes Schleuder/Nackentrauma ein starker „Trigger“ für das Entstehen von FMS und Reizdarm.

Für jeden gibt es also PersonalTuning, wenn man wirklich den Weg zur Heilung und zu maximalem Leben wählt.

 

Hans Timmerman, PersonalTuning, 10.06.2017